Jacob Balde

Am 4. Januar 2004 jährt sich zum 400. Mal der Geburtstag des Dichters Jacob Balde. In Ensisheim im Elsass geboren, hatte er sein Schlüsselerlebnis in Ingolstadt: Bei einem nächtlichen Ständchen, das er einer Bürgerstochter vergeblich darbrachte, vernahm er aus dem nahen Kloster Gnadenthal den Chorgesang der Nonnen. Dieser ging dem unglücklich Verliebten so zu Herzen, dass er mit den Worten »Genug ist gesungen, es zerschelle die Leier« seine Leier an einer Hauswand zerschmetterte. Er verzichtete auf eine weltliche Laufbahn und trat 1624 in den Jesuitenorden ein.

1637-1651 wirkte er in München als Lehrer für klassische Sprachen, Prinzenerzieher, Hofprediger und offizieller Historiograph Bayerns. Später war er in Landshut und Amberg tätig. Die Jahre bis zu seinem Tod am 9. August 1668 verbrachte er in Neuburg an den Donau, wo er auch begraben ist.

Balde hinterließ ein umfangreiches lyrisches und satirisches Werk, das sich besonders durch Gedankentiefe und Form auszeichnete. Seit seiner Münchner Zeit war er in ganz Deutschland als neulateinischer Lyriker bekannt und gefeiert - man nannte ihn den »Deutschen Horaz« .

Nachdem Balde im Verlauf des 18. Jahrhunderts allmählich in Vergessenheit geraten war, entdeckte ihn 1796 Johann-Gottfried Herder wieder, der eine Reihe seiner lyrischen Texte in freier deutscher Übersetzung publizierte.

Bibliographie zu Jacob Balde
Herausforderung nicht nur für München (24kB, 3 Seiten DIN A4, PDF-Format)
Balde-Veranstaltungen (12kB, 1 Seite DIN A4, PDF-Format)
Zum Geburtstag! (22kB, 4 Seiten DIN A4, PDF-Format)
Balde-Tagung 2004 (16kB, 4 Seiten DIN A4, PDF-Format)

 

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